Zum ersten Mal war ich aber froh, Pfefferspray mit zu haben, weil ein aggressiver Hund hinterm Zaun auf Opfer lauerte.
Wenn ich nicht wüsste, dass er längst im Komikerhimmel ist, hätte ich schwören können, dass mir Louis de Funes im Dress von Credit Agricole auf dem Rennrad entgegen kam.
Ihr merkt schon, dass ich Zeit zum Spinnen hatte.
Dann ging aber langsam los, es waren so ne Art Ostseewellen - und leichter Gegenwind. Wäre ganz gut gegangen, wenn jetzt nicht dass obligatorische Ver-fahren drangekommen wäre.
Ich folgte meinem Navi erst auf einen Feldweg, dann auf einen Schlammpfad. Beinahe wäre das Fahrrad stecken geblieben, aber ich habe es, von Mücken zerfressen, gerade noch gerettet. Soweit Baron Münchhausen ...
Als ich wieder auf dem rechten Wege war, fingen die richtigen Berge an. Wenn ich mich gerade mit letzter Kraft bis zum Gipfel gequält hatte und mich auf die Abfahrt freute, sah ich schon den nächsten.
Unterwegs habe ich noch schnell ein Zimmer reserviert und bin dann gegen 18.30 Uhr nach etwas mehr als 100 km müde in Charleville-Mézières angekommen.
Als ich essen ging, machte ich einen unverzeihlichen Fehler. Eine Pizzeria mit Plätzen auf dem Boulevard lud mich ein, die Kellner waren schwer beschäftigt, also setzte ich mich an einen freien Tisch. Das sollte man in Frankreich nicht tun. Es dauerte 10 min, bis ich eine Karte hatte.
Immer durch den Kellner einweisen lassen, dann wird man auch sofort bedient!
Charleville-Mézières ist eigentlich eine interessante Stadt. hat aber noch viel Potential.
Morgen gehts nach Belgien. Es gibt wieder Berge ohne Ende. Ein Problem für mich ist, dass ich auf den wenig befahrenen Strecken in den kleinen Dörfern kaum was zum Übernachten finden kann. Deshalb muss ich in grössere Orte, und die liegen weit auseinander.
Ähnlich ist es mit Lebensmitteln. Tante-Emma-Läden gibts nicht tun mehr und die Supermärkte liegen an den Hauptstraßen.
Genug für heute. Hier noch ein paar Bilder der letzten 2 Tage.
Morgen muss ich die Mobilfunkkarte wechseln. Wenn was schiefgeht, kann ich mich erst in drei Tagen wieder melden.

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