Wie von der Wirtin versprochen, beginnt der Tag ohne Tücken. Das Gewitter von gestern hat sich verzogen, die Landschaft ist platt wie 'ne Flunder. Auf Landwirtschaftswegen geht es zügig voran. Bei einer Pause an einer Kreuzung komme ich mit einer alten Dame ins Gespräch, die versucht, ihren Hund zu bändigen. Klappt aber nicht, sie hat ja auch nur zweimal pro Woche "Omatag" mit dem Hindern.
Dann Köln: der Weg ins Zentrum ist lang. Beim Bäcker erfahre ich, dass Käsekuchen in Köln auch Käsekuchen heisst und dass Boulette auch verstanden wird.
Ich muss zur Domplatte und ich bereue es schnell. Mit dem Fahrrad ist es schwer, durch die überfüllte Einkaufsmeile vorwärts zu kommen.
Der einzige Sinn der Aktion ist das Foto mit dem Dom.
Dafür muss ich mir einen Platz zwischen einer osteuropäischen Polkaband und gülden gekleideten Pantomimen erobern.
Danach quäle ich mich mit vielen Umwegen Richtung Norden.
Ich muss ein riesiges Fabrikgelände von Ford umfahren. Mindestens jedes zweite Auto auf den Kölner Straßen ist von dieser Marke.
Heute stelle ich ein weiteres Problem der Smartphones fest. Die Sonne brennt bei über dreißig Grad erbarmungslos und das Display ist selbst im Schatten kaum zu erkennen,weil das Gerät wegen Überhitzungsgefahr die Helligkeit reduziert. Eine passende Fahrradkarte bekomme ich endlich nach der Tour in einer Buchhandlung.
Eigentlich wollte ich näher an Münster herranfahren, dann müssen eben Morgen die fehlenden Kilometer her.
Für heute bin ich erst mal in Langenfeld hängen geblieben. Die ganze Stadt scheint eine einzige Partymeile zu sein.
Was mir auffällt ist, dass die Leute hier extrem kommunikativ sind. Auch bisher fremde Leute reden bei jeder Gelegenheit miteinander Ich werde beim Abendessen einfach ins Gespräch mit einbezogen.
Übrigens möchte ich hier mal bei Helmut für den Tip bedanken, der eingesessene Ledersattel hat eines meiner Probleme behoben. Es gibt viele Körperteile, die ich mehr spüre,als den Hintern.

Hi Peter! Es ist eine Heldentat, dass du nur mit Smartphone so ausführlich deine Reise beschreibst. Wir starten unser Arbeitstag erst mit dem Blog lesen und erst dann widmen wir uns dem Lotus und deZent. Nur die Zeiterfassung kommt zuerst))).
AntwortenLöschenAlexej
Hallo Jungs,
Löschenne Heldentat ist das wirklich nicht, aber fummelig. Am Montag müsst ihr dann noch das ganze Wochenende nachholen, dann verschiebt das Lesen lieber in die Mittagspause.
Hallo Jasi, auch wenn ich mich bisher nur 1 mal gemeldet habe, lese ich jeden Bericht sehr aufmerksam. Vor Deiner Tour habe ich dich beneidet, jetzt glaube ich, dass mir solche Berg- und Talfahrten nicht besonders gefallen würden (fahre lieber nur auf platten Land). Inzwischen bist du ja nun im deutschsprachigem Raum angelandet, sodass wenigstens die Kommunikation funktioniert.Bin schon gespannt, wieviel Kilo Eigengewicht du unterwegs auf der Strecke verteilt hast.
AntwortenLöschenMelde mich wieder. E.H. (1/2 V. )
Hallo Evi, Kommunikation war eigentlich kein Problem, improvisieren macht mir Spass.
LöschenWas das Gewicht angeht, habe ich keine Ahnung.
Soviel Spielraum habe ich ja nicht.
Peter, hab Deinen blog heute gelesen - sehr interessant!Ich hoffe, damit ist Dein Einstieg in den Ruhestand gelungen ;) Weiterhin gute Fahrt und beste Grüße
AntwortenLöschenWerner Radicke
PS Wie sind denn Durchschnittsgeschwindigkeit und Puls?
Danke Werner, um Geschwindigkeit und Puls kümmere ich mich nicht - bin doch im Ruhestand! ;-))
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