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Montag, 20. August 2012

Im Land der Fachwerkhäuser und der skurrilen Ortsnamen

So schnell gehen zwei Wochen vorbei!
Am 7. August bin ich in Paris losfahren. Anders als geplant, bin ich jetzt erst am Rand des Harzes.
Macht aber nichts, noch hab ich Zeit.
Heute also Weserbergland und Harzvorland. Ich erspare euch meine Kommentare zu Bergen, hatten wir ja schon alles mehrmals ...
Es fing wieder sehr schön an - die Weser mäanderte durch die Landschaft und ich mäanderte mit. Habe ich vor einer Woche fast genauso mit der Meuse erlebt, nur noch schöner.
Dann das Bergland. Hier könnte ich eigentlich aufhören.
Aber so habe ich mal Gelegenheit, zu erwähnen, dass Höxter und Einbeck bei Tageslicht sehr viel wunderbar restaurierte Fachwerkhäuser zu bieten haben.
Das Hotel in Höxter war in einem solchen alten Haus eingerichtet.
Weil es gestern schon so spät war, habe ich heute morgen noch einen kleinen Stadtspaziergang durch Höxter gemacht.
War sowieso zweckmäßig, weil ich mir einige Regeln angewöhnen musste.
Dazu gehört, dass ich ohne igitt, igitt - Stuhlgang - nicht losfahre. Ich habe zwar Toilettenpapier mit, aber keinerlei praktische Erfahrung, wie man das Geschäft in freier Wildbahn erledigt, vom Händewaschen ganz zu schweigen.
Das Packen der vier Fahrradtaschen ist das nächste Problem. Ich habe zwar einige verschiedenfarbige Beutel, die ich zusätzlich beschriftet habe, aber irgendwie muss morgens alles in die Taschen und abends suche ich nur.
Unterwegs auch, weil ich vergessen habe, wo die Wasserflasche und der Proviant diesmal sind.
Spätestens in der vierten Tasche finde ich ja, was ich suche.
Heute hatte ich die Last schlecht verteilt.
Ergebnis:
ein Abwurf beim Wenden und einer beim Abbiegen auf einen Schotterweg, beides ohne Folgen.
Unterwegs teste ich immer, in welcher Grußregion ich mich befinde. Auf einsamen Wegen wird fast überall gegrüsst. In nördlichen Gegenden mit aber"Moin" einfach oder doppelt, in der Mitte hat sich "Hallo" etabliert und in Bayern gilt nur "Grüß Gott".
Wenn ich "Moin" sage und mir wird "Morrgen" geantwortet, bin ich in der "Hallo"-Gegend. Kurz hinter Münster war ich mal im Moinland.
Das war mal ein kurzer Einblick in meine Kommunikation während der Fahrt. Wenn ich alles aufschreiben würde, was mir unterwegs durch den Kopf geht, selbst wenn die Flüche im Filter hängenbleiben, dann wäre jetzt schon ein Buch voll - nur lesen würde es keiner.
Heute hatte ich Pech mit der Quartiersuche.
Ich bin nach Seesen gefahren, weil mir Goslar nicht in den Plan passte und ich mir immer einen etwas größeren Ort aussuche.
Leider habe ich erst mal nichts gefunden. Also habe ich booking.com befragt.
Was gefunden, gleich gebucht, Routenplaner befragt - Mist, 8,5 km entfernt, Autobahnhotel, nur über Bundesstraße erreichbar!
Obwohl weit außerhalb von Seesen, gehörts zur Stadt, Gemeindegebietsreform sei dank!












5 Kommentare:

  1. Von Salzderhelden nach Elend? Wir sind alle sehr gespannt ...

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    1. Sorge und Elend sind auf ner andern Ecke, zwischen diesen Orten fanden doch immer die Parteitage statt ...

      Aber mal sehen, was sich sonst so findet!

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  2. Hallo Herr Graf,

    Sie kommen ja tüchtig vorab. Die Tagesetappen um oder über 100 km und das in dem Alter und bei der Hitze, alle Achtung. Sie haben wohl Sehnsucht nach Ihrer Frau.
    Wir waren am Sonnabend wieder bei der Schlössernacht mit meinen Studienkumpels aus Sachsen. Wetter toll = Schlössernacht traumhaft.
    Und am Sonntag waren wir von 19:00 Uhr bis weit nach Sonnenuntergang mit dem Boot unterwegs. Mit einer Flasche Rotwein ist auch das kaum zu toppen.
    Weiterhin alles Gute, keine Pannen und keine Unwetter dafür immer ein kühles Blones am Abend und genug Wasser am Tage.
    Herr anonym.

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  3. es soll natürlich heißen "vorran"

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    1. Danke Bernd, konditionell kann ich es ja im Moment vielleicht mit dir aufnehmen ..

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